Manaslu 8.163 m Expedition 2015

Manaslu Expedition, Manaslu Besteigung

Japaner waren die Ersten, die den Gipfel des Manaslu 1956 erreichten. Mehrere Erkundungsexpeditionen waren vorausgegangen, bis schließlich die noch heute übliche Normalroute gefunden war.

 

Hier gehts zum Liveticker:

 

https://share.delorme.com/AMICALalpinGmbhCoKGDominikMuller

Alle Teilnehmer gesund im Basislager 03.10.2015

Liebe Freunde,


alle Teilnehmer sind jetzt wieder im Basislager und natürlich wohlauf und werden sich erst einmal von den letzten Tagen erholen müssen bzw. alle sind sehr müde! Gestern waren Pemba Sherpa und Dominik Müller am Gipfel des Manaslu. Herzlichen Glückwunsch. Wir warten nun gespannt darauf, wie es weiter geht.


Wir wünschen allen ein schönes und ruhiges Wochenende


Euer AMICAL alpin Team

Erster Gipfelerfolg am Manaslu 01.10.2015

Liebe Freunde,

 

vor ein paar Minuten kam die Nachricht über den ersten Gipfelerfolg am Manaslu. Unsere Glückwünsche gehen an Tobi, Lars, Sascha und unserem Expeditionsleiter Rainer Pircher. Wir wünschen Euch einen guten Abstieg. Die zweite Gruppe um Dominik geht heute Nacht Richtung Gipfel. Ein paar Teilnehmer mussten leider schon vorab umdrehen, kein Wunder - bei Minus 20 Grad°!

 

Wir melden uns wieder, sobald es Neuigkeiten gibt.

 

Euer "mitfieberndes" AMICAL alpin Büroteam

Neuigkeiten von unserer Manaslu Truppe 30.09.2015

Liebe Freunde,

Rainer ist mit seiner Gruppe in Lager IV. und die Gruppe wird morgen an den Gipfel gehen. Dominik ist in Lager III und steigt morgen mit der Gruppe nach Lager IV. Alle Teilnehmer sind wohlauf.


Euer AMICAL alpin Team

Neuigkeiten von unserer Manaslu Truppe 29.09.2015

Liebe Freunde,


aufgrund eines Wetterfensters sind gestern Abend bereits die ersten Teilnehmer mit unserem Expeditionsleiter Rainer Pircher nach Lager I gestartet. Rainer ist mit den Teilnehmern bereits in Lager III. Dominik ist heute Morgen mit der zweiten Gruppe nach Lager II aufgebrochen und wird morgen den weiteren Aufstieg nach Lager III machen. Alle sind wohlauf. Wir sollen an alle Grüße ausrichten. Der Delorme scheint gerade nicht alle Punkte zu setzen, deshalb werden wir versuchen Euch zusätzlich dem Laufenden halten. Wir drücken allen die Daumen!


Euer AMICAL alpin Team

Vierter Bericht von unserer Expeditionsgruppe 22.09.2015

Liebe Bekannte, Freunde und Interessierte,

 

nachdem wir unser Lager 1 eingerichtet hatten und einen Ruhetag im BC verbrachten, gab der Wettergott grünes Licht für den zweiten Aufstieg. Geplant war, am Nachmittag mit weiterer Ausrüstung nach Lager 1 aufzusteigen, dort zu übernachten und am nächsten Tag das erste mal durch den sehr beeindruckenden Eisbruch nach Lager II und wer es schafft sogar nach Lager III auf ca. 6.800 m aufzusteigen.

 

Nach einem Frühstück bei Sonnenschein machten wir uns nach einem kleinen Mittagessen auf nach Lager 1. Es war sehr warm auf dem Weg vom BC bis Lager 1 und am liebsten würde man im T-shirt laufen, aber jeder hatte doch Angst,  sich einen ordentlichen Sonnenbrand zu holen. Wir kamen gegen Spätnachmittag in Lager 1 (5.600 m) an.  Sogleich machte sich jede Zeltgemeinschaft und auch unsere Sherpas ans Schnee schmelzen, um sich mit Flüssigkeit zu versorgen. Bei den heißen Temperaturen ist es nicht möglich genügend Flüssigkeit mitzuführen und so ist es ein Muß im Lager viel zu trinken um den Flüssigkeitshaushalt für den nächsten Tag wieder in Schwung zu bringen. Dabei machten sich die neuen Kocher sehr gut und das Schnee schmelzen ging flott von sich. Sobald die Sonne untergeht wird es empfindlich kalt und jeder zog sich ins Zelt zurück,  um es sich im Schlafsack gemütlich zu machen. Man hörte noch einige Zeit in den Zelten angeregte Unterhaltungen und jeder war gespannt, wie wohl der Weg durch den Eisbruch sein wird?

 

Am nächsten Tag ging der Wecker um 4:30 Uhr und bis jeder gefrühstückt und fertig angezogen war,  verging wie immer einige Zeit. Pünktlich um 5:30 Uhr machten wir uns dann geschlossen und zusammen mit unseren Sherpas auf den Weg nach Lager II (6.600 m).  Dieses Jahr ist der Eisbruch sehr beeindruckend und mit einigen pikanten Aufschwüngen, Steilpassagen und Leitern gespickt. Unsere Gruppe meisterte diese Herausforderung hervorragend und so kamen die ersten gegen 11:00 Uhr in Lager II an. Die stärkeren unter der ersten Gruppe machten sich nach einer längeren Pause auf den Weg nach Lager III um dort Material zu deponieren. Die restlichen erreichten etwas ausgepowert aber glücklich gegen 12:00 Uhr Lager II. Wir bauten dort ein Materialzelt auf und deponierten Essen, Daunenanzüge, Hosen und weiteres Material für den nächsten Aufstieg. Unsere stärkere Gruppe erreichte gegen 13:30 Uhr Lager III auf ca. 6.800m und deponierte dort ebenfalls Zelte und Material. Somit ist eine erste Lagerkette von Lager I bis III eingerichtet und wir sind mit die Ersten,  welche Zelte in Lager III stehen haben. Nach einer Rast machten wir uns alle an den Abstieg um noch eine weitere Nacht in Lager I,  zur besseren Akklimatisation,  zu verbringen. Alle sind vom Aufstieg durch den Eisbruch nicht nur etwas Ko. sondern auch sehr beeindruckt. Der Eisbruch ist dieses Jahr mit wirklich schwierigen Stellen gespickt und wir sind sehr stolz auf alle Teilnehmer, dass sie diese Herausforderung tadellos gemeistert haben - Hut ab!

 

Am nächsten Tag stiegen wir zeitig von Lager 1 ins Basislager ab um dort um 9:00 Uhr zu frühstücken. Jeder genoss wieder den Komfort im BC und die tadellose Verpflegung durch unsere Küchen-Mannschaft. Unsere Sherpas stiegen bereits am Vorabend noch ins BC ab und erwarteten uns,  wie immer gut gelaunt und mit einem Lächeln. Hier zeigt sich wieder wie wichtig Sherpas für die Stimmung und das gelingen einer Expedition sind. Ohne diese Unterstützung wären wir wohl noch nicht so weit und hätten nach kurzer Zeit bereits so viel Material in den Lagern I bis III. Hier können wir nur Danke sagen und sind froh zusammen mit Ihnen gemeinsam unterwegs sein zu dürfen.

 

Nach dem Frühstück scheinte die Sonne und jeder nutzte die Zeit zum duschen, Wäsche zu waschen uns sich wieder zu sortieren. Wir werden uns nun ein bis zwei Tage erholen und wenn der Wettergott mitspielt einen weiteren Akklimatisationsaufstieg mit Übernachtungen in Lager II und Lager III planen. Wenn uns dies in den nächsten Tagen gelingt,  ist unsere Akklimatisation abgeschlossen und ein erster möglicher Gipfelversuch könnte für Anfang Oktober stattfinden, aber dies ist noch weit in der Zukunft gedacht.

 

Für heute liebe Grüße vom gesamten Team und wir senden ein Lächeln in die Heimat :-)

 

Euer Manaslu Expeditionsteam mit Rainer und Dominik

 

Dritter Bericht von unserer Expeditionsgruppe 18.09.2015

Liebe Freunde von AMICAL alpin,

 

trotz des schlechten Wetters verbrachten wir tolle Tage am Berg und im Basislager. Nach unserem Aufstieg ins BC und dem einrichten der Einzelzelte verbrachten wir die nächsten zwei Tage mit sortieren der Ausrüstung, Kontrolle und Vorbereitungen der Hochlagerzelte und dem sortieren der umfangreichen Zusatzverpflegung aus Europa. Gerade diese Zusatzverpflegung macht das Leben im Basislager und am Berg doch deutlich angenehmer. So müssen wir nicht auf gute Marmelade und Nutella verzichten,  was beim Frühstück die Stimmung hebt.

 

Auch Süßigkeiten wie Haribo und die ein oder andere Knabberei versüßen den Abend im beheizten Basislagerzelt. Unser Basislagerteam um unseren Koch Nati bereitet jeden Tag herrliche Gerichte zu und viele der Teilnehmer haben schon die Befürchtung, dass Sie mit mehr Gewicht nach Hause kommen….

 

Für unsere Puja organisierte Pemba unser Shirdar und Chef der Climbingsherpas extra zwei Mönche und einen Begleiter aus Samagaon. Die Mönche nahmen sich am Tag der Puja gut zwei Stunden Zeit,  um filigrane Figuren zu formen und diese zu verzieren. Pemba stieg am Vortag extra noch einige Höhenmeter ab um besondere Sträucher für den heiligen Rauch zu sammeln. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren,  durften wir einer sehr beeindruckenden Puja beiwohnen,  bei der die Götter des Manaslus - was ja auch Berg der Seele - bedeutet gnädig zu stimmen. Die Puja ist für jeden,  auch immer wieder,  ein guter Anlass noch einmal inne zu gehen.

 

 

Am nächsten Tag stiegen wir trotz des nicht ganz optimalen Wetters das erste mal mit unseren Sherpas nach Lager 1 auf. Dort bauten wir unser Lager auf und deponierten erstes Material. Alle halfen ganz toll zusammen und man spürte den tollen Teamgeist innerhalb unserer Gruppe. Der Gletscher nach Lager 1 ist bereits sehr gut fixseilversichert,  und das ist auch gut so. Es gibt einige Bereiche in denen es sehr große Spalten gibt und wir möchten uns nicht ausmahlen,  wie die Route ohne ordentliche Versicherung und Markierung nach einem Neuschneefall zu finden wäre. Am Beginn des Gletschers deponierten wir noch zwei leere Fässer um unsere Steigeisen, Pickel und Gurte zu deponieren. Der Weg vom Basislager bis zum Beginn des Gletschers ist schneefrei und es hat sich mittlerweile ein kleiner Pfad gebildet. Gegen Nachmittag waren wir wieder zurück und wurden sogleich von Nati mit einer herrlichen Suppe versorgt. Den restlichen Nachmittag verbrachte jeder mit Ausrüstung sortieren und trockenen bevor alle nach einem herrlichen Abendessen müde in die Schlafsäcke vielen.

 

Heute ist Ruhetag und jeder nutzte die Zeit zum Waschen oder einer heißen Dusche. Nach einem Wettercheck morgen Früh werden wir entscheiden, wie es die nächsten Tage weiter geht. Uns geht es sehr gut, alle sind gesund und wir müssen viel lachen.

 

Für heute ganz liebe Grüße aus dem Manaslu Basislager

 

Euer Manaslu Team

Zweiter Bericht von unserer Expeditionsgruppe 14.09.2015

Hallo Ihr Lieben,

 

anbei der zweite Bericht aus dem Basislager...

 

Mit dem nötigen Wetterglück konnten wir wie geplant den Larkya La planmäßig überschreiten und noch trocken bis nach Samdo kommen. Das Steinhaus in Dharamsala stellt einfach keine Alternative für eine geplante Übernachtung dar, allenfalls als Notunterkunft. Es ist von Jahr zu Jahr in einem noch schlechteren Zustand, was wir alle nicht verstehen, da es als Ausgangslager für alle Manaslu Umrundungen beim Lodgetrekking für die Passüberschreitung genutzt werden muss. Auch in Samdo sieht man fast keine Beschädigungen vom Erdbeben. Die Bewohner gehen Ihrer Arbeit nach und bestellen die Felder. Einzig, viele der Lodges sind geschlossen, da  diesen Herbst weniger Trekker unterwegs sein werden.  In unserer Lodge gibt es nur kleine Beschädigungen, wie ein defektes Geländer. Von Samdo ging es am nächsten Tag in einer kurzen Etappe nach Samagaon, wo wir vor dem angesagten Regenschauer ankamen. Alle genossen den Komfort in der Lodge und wir gönnten uns eine heiße Dusche.

 

Am Abend referierte Rainer über Höhenkrankheiten und welche Symptome und Anzeichen darauf hinweisen. Die Teilnehmer nahmen es allesamt sehr interessiert auf. Wir verbrachten einen Ruhetag in Samagaon um die Lasten für die Träger Richtung BC zusammenzustellen und uns das Dorf anzusehen. Am Vormittag wurden alle Teilnehmer in die Verwendung des Certec Bags eingeschult. Diese mobile Überdruckkammer ist für Höhenkranke im Basislager immer noch das Mittel der ersten Wahl, bis ein Abtransport in tiefere Lagen durchgeführt werden kann. Am Nachmittag besuchten wir zusammen mit unseren Climbingsherpas die Gompa etwas oberhalb des Dorfes.

 

Die Gompa hat mit ihren 1300 Jahren das Erdbeben unbeschadet überstanden und im Inneren überkam uns beim Anblick der vielen Malereien und Statuen ein demütigendes Gefühl. In Samagaon,  nur einige Kilometer von Samdo entfernt,  sind schon starke Beschädigungen durch das Erdbeben zu sehen. Die Bewohner arbeiten am Wiederaufbau ihrer Häuser und uns kommt es vor, dass die Dorfgemeinschaft durch das Beben noch näher zusammengerückt ist.

 

Die Nacht vom 13.09. auf den 14.09. regnete es fast durch und wir waren uns nicht mehr ganz sicher, ob die Träger in der Früh kommen um die Ausrüstung ins BC zu tragen,  da der Weg durch den Regen sehr aufgeweicht war. Als in der Früh gegen 6:30 Uhr die ersten Träger in den Hof kamen war klar, dass wir heute wie geplant Richtung Basislager aufsteigen können. Durch das Vorsortieren am Vortag ging die Vergabe der Lasten schnell und wir konnten pünktlich Richtung BC starten. Gegen 12:00 Uhr kamen wir dort an aber nicht ohne 25 Minuten vor dem Basislager von einem Küchenjungen mit frischen Saft versorgt worden zu sein.

 

Unsere Mannschaft hat bereits ganze Arbeit geleistet und es sind nur noch wenige Dinge im Basislager zu erledigen. Im komfortablen Aufenthaltszelt mit Teppichboden und Gasheizer genossen wir ein vorzügliches Abendessen. Die nächsten zwei Tage werden wir mit Materialsortieren, letzten Aufbauten im Basislager und der Puja,  welche für Mittwoch geplant ist, verbringen. Ein erster Aufstieg mit einem Materialtransport nach Lager I ist für Freitag geplant und wir sind alle sehr zuversichtlich.

 

Das gesamte Expeditionsteam sendet liebe Grüße in die Heimat und uns geht es allen sehr gut.

Grüße von unserer Manaslu Expeditionsgruppe 10.09.2015

Hallo liebe Freunde, Bekannte und Interessierte,


unserer Anreise Richtung Basislager des Manaslus verläuft bisher ohne Probleme und mit dem nötigen Wetterglück. Wir,  das sind 3 Climbingsherpas, unser Koch mit 3 Küchenhelfern, 10 Teilnehmer und 2 Bergführer. Nach zwei Tagen in Kathmandu machten wir uns am Sonntag bereits mit dem Bus nach Besisahar auf. Unser großes Gepäck geht per Helikopter nach Samagaon,  wo es mit Trägern ins Basislager transportiert wird. Somit können wir der einheimischen Bevölkerung nach dem Beben Arbeit geben und diese kann sich in diesen schwierigen Zeiten etwas dazuverdienen. Von Besisahar ging es in einer spannenden Jeepfahrt, zum teil knapp am Abgrund bis nach Darapani, unserem Ausgangspunkt für das Trekking ins Basislager. Wir möchten alle gar nicht daran denken, wenn es während dieser Fahrt geregnet hätte. War sie so schon spannend genug! Von Darapani starteten wir mit leichtem Gepäck, zwei Küchenhelfern, zwei Sherpas und Trägern zuerst nach Siri Kola und heute bis nach Bimtang. Bimtang liegt einfach zu schön um weiter zu ziehen. Aus diesem Grund und natürlich zur besseren Akklimatisation werden wir hier einen Ruhetag verbringen und diesen wunderschönen Platz mit einem Geburtstagsfest genießen. In den letzten Tagen sind wir sehr positiv überrascht worden, wie wenig man vom Erdbeben in dieser Region und Kathmandu sieht. Das Leben in Kathmandu geht seinen gewohnten Gang und auch hier auf dem Land und in den Bergen freuen sich die Leute über uns Bergsteiger. Wir haben noch keine einzige Lodge gesehen, die vom Erdbeben beschädigt wurde und auch die Straßen und Wege sind frei und passierbar. Wenn der Wettergott mitspielt, werden wir am Freitag den Pass überqueren und am Samstag in Samagaon ankommen. Von dort versuchen wir uns wieder mit einem kleinen Bericht und Bildern zu melden.


Ganz liebe Grüße in die Heimat vom gesamten AMICAL alpin Expeditionsteam


Rainer und Dominik