Neuigkeiten Makalu Expedition 11.05.2016

Traurige Nachrichten aus dem Makalu Basislager!!!

Wir sind traurig und schockiert zugleich. Nach Rücksprache mit unseren Teilnehmern in Makalu Basislager trauern wir um zwei unserer Sherpas, welche in Lager II tot im Zelt aufgefunden wurde. Nach Rücksprache mit einigen Team Mitgliedern vermuten wir, dass unsere beiden Sherpas beim Kochen für zu wenig Luftzirkulation im Zelt gesorgt haben und dadurch an einer Kohlenmonoxid Vergiftung gestorben sind.

 

Wir sind in Gedanken bei den Familien der Sherpas und Angehörigen

 

Interview mit Stefan Nestler:

Rätselhafter Tod zweier Sherpas am Makalu

Makalu

Makalu

Wie konnte das passieren? Zwei Sherpa-Bergführer einer Expedition des deutschen Veranstalters Amical alpin sind während eines Gipfelversuchs am Achttausender Makalu in Lager 2 auf 6700 Metern ums Leben gekommen. Andere Mitglieder der Gruppe fanden die beiden Sherpas nachmittags leblos in ihrem Zelt. „Wir können nur spekulieren“, sagt mir Amical-Chef Dominik Müller. „Wir vermuten, dass sie beim Kochen im geschlossenen Zelt nicht für ausreichend Belüftung gesorgt haben und dann an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben sind.“

 

 

Kleiner Fehler mit fataler Wirkung?

ButterlampenDominik ist schockiert und kann sich das Ganze nicht erklären: „Ich kannte die beiden. Sie waren ganz erfahrene Sherpas. Sie waren nach mehreren Tagen im Basislager auch ausgeruht und nicht gestresst. Es passierte also ohne Fremdeinwirkung. Ich vermute, dass sie einen kleinen Fehler gemacht haben, der eine fatale Wirkung hatte.“ Der Amical-Chef betont, dass es noch zu früh sei, um eine belastbare Aussage über die Todesursache zu machen. Er werde noch mit den anderen Teilnehmern der Expedition sprechen, um weitere Informationen zu erhalten. Zu der Amical-Gruppe am Makalu, dem mit 8485 Metern fünfthöchsten Berg der Erde, gehörten laut Dominik vier Sherpas – und neun westliche Bergsteiger: „Sie sind allesamt sehr erfahren. Sie wollten deshalb auch keinen Expeditionsleiter, sondern sich selbst um alles kümmern.“

Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch Gaskocher im Zelt sind selten, kommen aber immer wieder einmal vor – auch im Himalaya. Unmittelbar vor dem Unglück am Mount Everest 1996, das sich gestern zum 20. Mal jährte, fielen Arita Sherpa und Chuldum Sherpa aus dem Team des Neuseeländers Rob Hall für den Gipfelversuch aus, der später so tragisch enden sollte. Sie hatten sich am Südsattel beim Kochen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen und waren nicht mehr in der Lage aufzusteigen.

(c) Stefan Nestler Deutsche Welle

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03. Mai 2016

Das Wetter soll jetzt bis zum 06. Mai schlecht werden. Wir erwarten vor allem viel Schnee und seit heute Mittag schneit es auch. Mal sehen was wirklich kommt, nach oben geht es für uns erst einmal nicht.

Unser Kollege Torsten hat heute seinen 40ten Geburtstag! Unser Koch Nati hat ihm einen richtigen Geburtstagskuchen gezaubert! Zusammen mit seinem "kitchen boy" Arma präsentierte er sein Meisterwerk voller Stolz. Sogar Kerzen haben die beiden aufgetrieben!

Bei uns zu Hause hat unser lieber Freund Dieter auch Geburtstag! Leider war die  Telefonverbindung nicht so toll, deshalb nochmals herzliche Glückwünsche auf diesem Wege! (Da schließe ich mich natürlich an! Ois Guade! CH)

 

04. Mai 2016

Heute gab es bei uns im ABC einiges zu diskutieren und zu planen! Der zentrale Punkt lautete: Wie geht es mit den Fixierungsarbeiten weiter? Die Seilstrecke verläuft bis zum Makalu La. Nun haben wir mit den anderen Teams weitere Vereinbarungen getroffen und Aufgaben verteilt. Sobald das Wetter sich wieder zum besseren wendet, kann es weiter gehen. Bietet sich dann ein etwas üppiger dimensioniertes Schönwetterfenster an, steht einem Gipfelversuch nichts mehr im Wege.

Gestern kamen die Sherpas vom Berg zurück. Sie hatten eigentlich geplant gehabt, bis zum Makalu La zu gehen. Dort oben hatte es jedoch eine ganze Menge Neuschnee gegeben, so dass sie in dem schwierigen Gelände durch gut knietiefem Schnee eine Spur legen mussten. Sie erreichten daher nur den oberen Rand des großen Schneefeldes und deponierten dort das Material. Als sie zurück ins ABC kamen, waren sie reichlich fertig.

 

(c) Alle Texte und Bilder aus dem Blog von Helge Söll und Jürgen Greher Rock and Snow

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Kommentare: 1
  • #1

    Roland Feller (Donnerstag, 05 Mai 2016 21:04)

    Ist ein interessanter Bericht. Hoffe das wetter bleibt. Roland